Europäische Kulturroute Festungsmonumente - FORTE CULTURA


Deutschland

Bundesfestung Ulm

Eine der größten Festungsanlagen Europas beiderseits der Donau

Vielfältiges Erlebnisprogramm in der Donaumetropole Ulm / Neu-Ulm

Die Bundesfestung Ulm wurde im 19. Jahrhundert durch den Deutschen Bund als Großfestungssystem errichtet und bis zum frühen 20. Jahrhundert zur Reichsfestung ausgebaut. Sie zählt auch heute noch zu den größten Festungsmonumenten Europas und war eine der fünf Festungen, die der Deutsche Bund zur Sicherung seiner damaligen Grenze gegen Frankreich etablierte.

Touristisch bietet die Zwillingsstadt Ulm/ Neu-Ulm an der Donau viele Highlights. Neben dem Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt, dem Fischerviertel, dem Kloster Wiblingen oder der Kunsthalle Weishaupt lohnt aber vor allem die Bundesfestung mit ihren über 30 Werken und der Wilhelmsburg einen Besuch.

Das spannende und reichhaltige Erlebnisangebot reicht von Museen und Ausstellungen, Theater und Festivals bis hin zu Sport- und Naturerlebnissen auf der Donau, entlang des Donauradwegs oder in den Glacis-Parks der Festung.

Erleben Sie mit FORTE CULTURA das einzigartige Flair der befestigten Donaumetropole Ulm/ Neu-Ulm, dem Geburtsort von Albert Einstein und der Heimat der Geschwister Scholl.

FORTE CULTURA Reiseempfehlungen

Erlebnisangebot

Wilhelmsburg (Werk XII) und Wilhelmsfeste (Werk XIII - XVII)

Wilhelmsburg

Zusammen mit der Wilhelmsfeste bildete die Wilhelmsburg die Zitadelle der Festung Ulm. Majestätisch thront sie auf dem Wilhelmsberg und erstrahlt seit der Sanierung 2016 wieder in neuem Glanz.

Einst war sie das stärkste Werk der Hauptumwallung mit Abmessungen von 200 mal 130 Metern. Bis zu 7.000 Mann Besatzung konnten allein hier stationiert werden.

Auf dem 1,3 Hektar großen Innenhof finden heute im Sommer Veranstaltungen und Aufführungen des Theaters Ulm statt. Die überdachten Tribünen fassen bis zu 1.500 Zuschauer.

Spannende Führungen durch die Wilhelmsburg werden regelmäßig über den Förderkreis Bundesfestung Ulm e.V. durchgeführt.

Fort Oberer Kuhberg (Werk XXXII)

Fort Oberer Kuhberg

Südwestlich von Ulm befindet sich das Fort Oberer Kuhberg, ein von 1848-57 errichtetes und bis 1939 mehrfach modernisiertes Außenfort der Bundesfestung.

Bereits im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 als Kriegsgefangenenlager genutzt, wurde ab 1933 ein frühes NS-Konzentrationslager im Fort eingerichtet. Das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg - KZ-Gedenkstätte vermittelt heutigen Besuchern anschaulich und interaktiv die Begebenheiten dieser Zeit.

Absolut sehenswert ist das Festungsmuseum. In den Kasematten, unterirdischen Gängen und Außenbereichen des Forts Oberer Kuhberg geben viele Ausstellungsstücke und Modelle einen umfassenden Einblick in die Entstehung und Funktion der Bundesfestung Ulm.

Obere Donaubastion (Werk I)

Obere Donaubastion

Die Obere Donaubastion wurde 1843-55 als Artilleriekaserne unweit der Donau, am südwestlichen Stadtrand Ulms errichtet und war für eine Besatzung von bis zu 2.253 Mann ausgelegt.

Heute befindet sich in den verbliebenen Bereichen ein buntes Potpourri aus Erlebnis- und Freizeitangeboten für Jung und Alt. Dazu zählen das Donauschwäbische Zentralmuseum, das Türkische Theater Ulüm, die Popbastion, die Weinbastion, eine Skate-Halle, das Obscura Kino, der Club Schilli oder das Roxy, welches sich in ehemaligen Fabrikhallen der Magirus AG befindet, die mit der Produktion von Feuerwehrgeräten und Lastkraftwagen weltbekannt wurde.

Untere Gaisenbergbastion (Werk XXI)

Untere Gaisenbergbastion

Die Untere Gaisenbergbastion befindet sich in der östlichen Hauptumwallung und wurde ab 1843 errichtet.

Nachtschwärmer und Partygänger finden hier das Studentencafe der Uni Ulm sowie mit dem Charivari eine Bar und Begegnungsstätte mit ausgezeichneten Live-Musik-Veranstaltungen in historischem Ambiente.

Caponniere der Courtine Werk XX

Jazzkeller

Die Courtine verband die Untere und Obere Gaisenbergbastion, wurde aber im Zuge der Stadterweiterung größtenteils zurück gebaut. Erhalten geblieben ist die doppelstöckige Caponniere mit 16 Geschützscharten.

Heute schießen nur noch Beats aus dem Festungsbau, der CAT Club und der Jazzkeller Sauschdall bieten ein vielseitiges Programm, nicht nur für die Studenten der Uni.

Fort Unterer Kuhberg Werk XXIX

Fort Unterer Kuhberg

Das Fort Unterer Kuhberg ist das zweitgrößte Werk der Festung Ulm. Der Reduit beherbergt heute zahlreiche Vereine und Initiativen. Auch die Waldorfschule Ulm hat sich einer zum Fort gehörenden Kaserne eingerichtet.

Führungen durch das Fort und seine unterirdisch noch erhaltenen Anlagen werden durch den Förderkreis Bundesfestung Ulm e.V. und über die Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbH angeboten.

Fort Unterer Eselsberg

Fort Unterer Eselsberg

Das Fort Unterer Eselsberg steht heute im Zeichen des Rock. Die spektakuläre Festungs-Location ist zu einem Refugium für Live-Rock Konzerte und Veranstaltungen mit Musik der legendären 70er und 80er Jahre geworden. Bekannte Größen, Newcomer und Bands der Region geben sich hier regemäßig die Ehre.

Kienlesbergbastion und die westliche Bergfront

Kienlesbergbastion

Die Kienlesbergbastion, erbaut 1843-1852, mit ihrer markanten Doppelcaponniere und der von ihr ausgehenden Anschlusslinie zur Wilhelmsburg, ist weitgehend erhalten geblieben.

Entlang des „Dr. Otmar-Schäuffelen-Weges“ lässt sich die beeindruckende Anlage zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Von der Wallkrone bieten sich fantastische Ausblicke auf das Ulmer Münster, die Stadt und hinüber zum Kuhberg.

Oberer und Unterer Donauturm (Werk XXVIII und Werk XXV)

Oberer Donauturm

Die beiden Geschütztürme am Ufer der Donau kontrollierten den Wasserweg. Neben ihren Kanonen sollten auch schwere, quer durch die Donau gespannte Eisenketten die Festung vor Eindringlingen schützen.

Heute sind sie fest in jugendlicher Hand. Der Untere Donauturm beherbergt die Jugend- und Kulturplattform Donauturm e.V. und ist eine beliebte Partylocation. Der Obere Donauturm, auch „Weißer Turm“ genannt, ist Stammesheim des Pfadfinder-Stammes „Weiße Rotte“.

Fort Friedrichsau (Werk XLI)

Fort Friedrichsau

Eingebettet in die „Grüne Lunge Ulms“, die Friedrichsau, befindet sich neben einem Tiergarten mit Aquarium, Spiel- und Sportplätzen, Biergärten, kleinen Seen und dem Donaustadion auch ein Werk der Bundesfestung.

Das Fort Friedrichsau beherbergt heute das Museum Friedrichsau und gibt der Jugendarbeit des Förderkreises Bundesfestung Ulm einen Treffpunkt. Das Fort ist frei zugänglich.

Touren und Informationen

Ulmer Höhenweg

Ulmer Hoehenweg

Vom Eselsberg, über den Michelsberg und den Safranberg bis nach Böfingen führt der neue Ulmer Höhenweg. Über 20 km hinweg bieten sich den Wanderern immer wieder phantastische Ausblicke auf die Stadt und ihre Bundesfestung. Erleben Sie die abwechslungsreiche Kulturlandschaft der Täler von Blau und Donau.

Der Festungsweg - Zu Fuß auf Entdeckertour

Festungsweg

Ausgehend von der Wilhelmsburg führt der 12,5 km lange Festungsweg entlang der Hauptumwallung der Bundesfestung.

32 Informationstafeln vermitteln den Wanderern Informationen zu den Bauwerken, den stadtgeschichtlichen Bezügen sowie wissenswertes rund um den Ulmer Glacispark und die Neu-Ulmer Glacisanlagen.

Donauradweg

Martinusweg

Jakobsweg

... nur noch 2.394 km

Monument und Geschichte

Geschichte

Als Freie Reichsstadt unterstand Ulm direkt dem Kaiser und war keinem regionalen Fürsten verpflichtet. Diesem Umstand verdankten die Kaufleute vom Ulm einen immensen Reichtum. Für den Schutz dieser Privilegien gab Ulm ab 1527 den Auftrag für eine auf Feuerwaffen ausgerichtete Modernisierung der Stadtumwallung. Im 17.Jahrhundert erfolge eine Erweiterung der städtischen Befestigungen.

Napoleons Politik veränderte Europa grundlegend. Ulm wurde 1803 dem Großherzogtum Bayern zugesprochen und verlor damit seine Eigenständigkeit. 1805 berührten die traumatischen Ereignisse des französisch-österreichischen Krieges auch Ulm. Napoleon siegte in der Schlacht von Elchingen und zwang die in Ulm einquartierten österreichischen Truppen zur Kapitulation. Damit war der Weg für den Vormarsch der Franzosen in Richtung Wien frei.

Durch einen Gebietstausch geriet Ulm im Jahre 1811 zum Königreich Württemberg. 1815 wurde der Deutsche Bund gegründet und das Königreich Württemberg einer seiner Gliedstaaten. Um weiteren Übergriffen Frankreichs zu begegnen, wurde der Bau der fünf Bundesfestungen beschlossen. Neben Landau, Luxemburg, Mainz und Rastatt viel die Wahl auch auf Ulm, auch zur Sicherung österreichischer Interessen.

König Wilhelm I. von Württemberg bestellte 1838 den preußischen Major Moritz von Prittwitz und Gaffron zu seinem Festungsbaudirektor. Festungsbaudirektor der bayerischen Seite wurde Major von Hildebrandt. Von 1842 bis 1859 wurde die Festung des Deutschen Bundes fertiggestellt.

Der Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein wurde 1879 in Ulm geboren.

Ulm ist auch das Zuhause der Geschwister Scholl, die mit der „Weißen Rose“ den studentischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus in München organisierten. Die Ulmer "DenkStätte Weiße Rose" erinnert heute daran.

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Architektur

Ab 1527 wurde die mittelalterliche Ulmer Stadtbefestigung nach Dürers Befestigungslehre modernisiert. Reste dieser Befestigung lassen sich noch am Ulmer Donau-Ufer erkennen. Im 17. Jahrhundert folgte die Befestigung der Stadt im Bastionärssystem nach italienischem Vorbild.

Ab1842 begann der Bau der Bundesfestung Ulm. Es entstand eine polygonale Hauptumwallung als Gürtel um die Stadt und ein weiterer Gürtel aus 16 selbstständigen Außenforts zur Kontrolle der Höhenzüge der Umgebung. Zwei Drittel auf der württembergischen Seite und ein Drittel auf der bayerischen Seite der Donau, dem heutigen Neu-Ulm. Die Bundesfestung Ulm war prägend für die neupreußische oder auch neudeutsch genannte Festungsmanier und bestand bei ihrer Vollendung im Jahr 1859 aus insgesamt 53 Festungswerken. Die geschätzten Baukosten beliefen sich auf 16,5 Millionen Gulden und wurden im wesentlichen durch französische Restaurationszahlungen getragen. Als Zentralfestung ersten Ranges und "Großer Waffenplatz" konnte Ulm bis zu 100.000 Soldaten aufnehmen.

Nach Auflösung des Deutschen Bundes und Gründung des Deutschen Reiches wurde Ulm von 1871 bis 1916 zur Reichsfestung ausgebaut, bevor gegen 1918 die Entfestigung der Stadt einsetzte. Da der Versailler Vertrag von 1918 für Ulm keine Anwendung fand, musste die Festung nicht komplett geschleift werden. So besitzt Ulm auch heute noch eine der größten Festungsanlagen Europas. Zahlreiche Gebäude im gesamten Stadtgebiet, darunter nahezu alle Forts und annähernd die gesamte Stadtumwallung der Städte Ulm und Neu-Ulm sind noch erhalten.

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Naturerlebnis

Die Bundesfestung Ulm verfügt in vielen Abschnitten innerhalb und außerhalb der Mauern auch über ein reichhaltiges Naturerlebnisangebot. So befindet sich der "Glacis-Stadtpark Neu-Ulm" mit Wasserspielspatz und dem gemütlichen "Barfüßer-Biergarten" in der Kulisse der Caponniere 6.

Das Fort Friedrichsau lockt mit dem "Naherholungspark Friedrichsau“, dem "Museum Park Friedrichsau" im Werk XLI und gar einem Naturtheater, dem "Theater in der Au".

Der „Ulmer Festungsweg“ verbindet erhaltene Bauwerke des Festungsrings und informiert an 32 Tafeln über deren Entstehung, Funktion und nachmilitärische Nutzung. Auf dem Wanderweg lässt sich die Bundesfestung Ulm auf zwölf Kilometern entlang ihrer Hauptumwallung entdecken. In Kombination mit den „Ulmer Höhenweg“ erschließt sich die auch geologisch interessante, abwechslungsreiche Kulturlandschaft zwischen der Schwäbischen Alb, den Tälern der Blau und der Donau.

Wasserfreunde finden entlang der Donau ebenfalls viele Möglichkeiten zum Naturerlebnis. Ein großes Spektakel ist der alljährliche Nabada (schwäbisch für "Hinunterbaden", ein Wasserumzug am Schwörmontag, dem vorletzten Juli-Montag eines jeden Jahres.

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