Europäische Kulturroute Festungsmonument - FORTE CULTURA®


Festungserbe Oberrhein Deutschland

Erlebnis Festungsmonumente am Oberrhein

Das Kulturerbe Festungsmonumente der letzten 350 Jahre in der Region Oberrhein

Die Geschichte des Festungsbaus am Oberrhein erstreckt sich von jahrtausendalten, einfachen Holzbefestigungen und Erdwällen, über römische Kastelle und den Limes, zu mittelalterlichen Burgen und Stadtmauern. Die Einführung der Feuerwaffen führte zu völlig neuen Befestigungselementen für Burgen, Schlösser und Städte. Neue, mächtige Festungsstädte und Festungssysteme entstanden und wurden insbesondere in den letzten 350 Jahren stetig verstärkt und ausgebaut.

Das 20. Jahrhundert brachte Stahlbeton und mit ihm Bunkeranlagen, gigantische Verteidigungslinien sowie die Atombunker des Kalten Krieges. Das Oberrheingebiet gehört zu den am häufigsten umkämpften Regionen Europas. Die hinterlassenen Befestigungsanlagen sind ein beeindruckendes Stück mitteleuropäischer Kulturgeschichte. Spannende Architekturen bilden heute eindrucksvolle Kulissen für Kunst, Kultur, Events, Festivals, Museen und Ausstellungen. Es sind Monumente voller Leben.

Von der Konfrontation zur Partnerschaft

Die deutsch-französischen Konflikte sind lange beigelegt und beide Völker kooperieren erfolgreich in europäischer Partnerschaft. Das gemeinsame Festungserbe ist nun Basis grenzüberschreitender Kooperationen, z.B. im Projekt „Vernetzung der deutsch-französischen Festungsanlagen und historischen Linien“. Tourismusakteure sowie amtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen von 30 Befestigungsanlagen und historischen Linien aus dem Wirkungsbereich der Touristik-Gemeinschaft Baden-Elsass-Pfalz e.V. schaffen gemeinsam neue kulturelle Erlebnisangebote für den PAMINA-Raum. Dazu gehört der Festungssommer Oberrhein 2021 mit spannenden Events, Fachvorträgen, einer Wanderausstellung u.v.m. Ein Stempelpass lädt dazu ein, das faszinierende Festungserbe der Region zu entdecken. Unser Netzwerk arbeitet dabei eng mit der europäischen Kulturroute - FORTE CULTURA - zusammen.

FORTE CULTURA® Reiseempfehlungen

Erlebnisangebote

Übersicht der beteiligten Festungsstandorte und Museen


    1 - 6Vauban`sches Erbe - Fort-Louis, Burg Lützelstein, Château Lichtenberg, Zitadelle Bitche, Festung Landau,
                 Schloss- und Festungsruine Hardenburg
  7 - 10Linien und Schanzen - Queichlinie, Eppinger Linien, Weißenburger Linie oder Lauter Linie, Ettlinger Linien
11 - 12Deutscher Bund - Festung Germersheim, Bundesfestung Rastatt
       13 ➩ Kaiserzeitliche Befestigungen - Fort PODBIELSKI – DUCROT
14 - 17Maginot-Linie - Kasematte Rieffel, Maginot-Linie “le Four-à-Chaux” Lembach, Fort Schoenenbourg Hunspach,
                 Kasematte “Esch”
18 - 24Westbefestigungen - Bunkermuseum in Dettenheim-Rußheim, Westwallmuseum Bad Bergzabern, Westwall-Wanderwege,
                 Westwallbunker Rastatt, Tarnbunker Neumühl, Hornisgrinde-Bunker, Museumsbunker Emilie - Neuried Altenheim
  25Kalter Krieg - NATO-Bunker St.Martin
26 - 30Museen - Wehrgeschichtliches Museum Rastatt, Musée de l’Abri à Hatten, 2MCLADN Museum Walbourg 1870->1945,
                 TERRITOIRE 1870, Musée de la Bataille du 6 Août 1870

1 - Fort-Louis

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Auf Anweisung des Sonnenkönigs Ludwig XIV. errichtete der geniale Festungsbaumeister Vauban auf einer Rheininsel ab 1687 eine starke Festungsanlage mit zwei Brückenköpfen, um die nordöstliche Grenze des Königreichs zu sichern. 100 Jahre später war das Fort zu einer befestigten Garnisonsstadt mit 4.000 Einwohnern gewachsen, bevor es 1793/1794 die Preußen und Österreicher belagerten und zerstörten. Nach der Aufgabe der militärischen Funktion wurde das Militärgelände 1870 an die Gemeinde verkauft. Als Zeugnis einer prestigeträchtigen Militärgeschichte sind der Grundriss des Forts und des Brückenkopfes in der Natur abgebildet, eine Entdeckung für Geschichtsliebhaber und Wanderer.

2 - Château de La Petite Pierre (Burg Lützelstein)

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Die befestigte Stadt La Petite Pierre befindet sich im Herzen des regionalen Naturparks Vogesen du Nord, 25 km von Saverne und 60 km von Straßburg entfernt. Das von Vauban modernisierte Schloss mit Befestigungsanlagen befindet sich auf einem imposanten Sandsteinsporn und war ein strategischer Punkt zur Kontrolle der Passage zwischen Elsass und Lothringen. Seit 1975 ist es Sitz des Naturparks Vogesen du Nord. Erleben Sie das „Staedtel“ (Altstadt), die Burg, das Siegel- und das Springerle-Museum, Fresken des 15.Jh., Gärten und beeindruckenden Sandsteinfelsen. Auf dem Wallweg (ca. 30 min) kann man die Ausdehnung der Anlagen und unterirdische Zisternen erkunden. Im Erdgeschoss des Schlosses laden ein Boutique-Bereich und im Hof ein neuer Freiluft-Entdeckungspfad zur Geschichte von La Petite Pierre, seiner Burg und ihrer Bewohner ein.

3 - Château de Lichtenberg

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Wenn die Moderne auf das Mittelalter trifft ... Von den Terrassen des Schlosses Lichtenberg, den kolossalen Ruinen aus rosa Sandstein mit Blick auf das gleichnamige Dorf, erschließt sich ein außergewöhnliches Panorama. Die Festung ist stolz auf ihre turbulente bis ins 13. Jh. zurückreichende Geschichte. Dieses stattliche Haus, eine Garnison ist heute eine kulturelle und touristische Stätte. Dieses "Schiff der Jahrhunderte" sollten sie erkunden. Entdecken Sie mit Familie oder Freunden die Geschichte des Schlosses. Schautafeln und Aktiv-Boxen, markierte Parcours und viele saisonale Aktivitäten enthüllen alle Geheimnisse. Boutique-Bereich und Cafeteria mit Terrasse und Liegestühlen laden ein zum Drink mit herrlichem Panoramablick auf die nördlichen Vogesen.

4 - Citadelle de Bitche

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Auf einem Felsen steht stolz die Zitadelle von Bitche mit ihrem mächtigen Mauern, flankiert von Bastionen. Die Burg der Herzöge von Lothringen wurde 1680 - 1754 vom berühmten Marquis de Vauban und Architekt Cormontaigne im Auftrag französischer Könige zur Zitadelle ausgebaut. Sie trägt alle Merkmale der Militärarchitektur des 17. und 18. Jh.. Im Labyrinth unterirdischer Gänge tauchen Besucher dank lebensgroßer, kinematografischer Reproduktion in die Ereignisse der historischen Belagerung von 1870-1871 ein. Die restaurierte Kapelle zeigt die Reliefkarte von Bitche. Interaktive Terminals ermöglichen es die architektonischen Details zu entdecken. Das Museum "Männer im Krieg von 1870" bietet einen realistischen Überblick anhand von Archivbildern und Geschichten von Soldaten. Auf der Panorama-Route lässt sich das obere Plateau mit seinen 13 Denkmälern hervorragend erkunden.

5 - Festung Landau

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Vauban empfahl Landau als mögliches Einfallstor ins Elsass zu befestigen. Dies geschah 1688-1691 mit enormem Aufwand. Ein 7 km langer Kanal zum Transport der Baumaterialien südlich der Queich von Albersweiler bis Landau entstand. Die Militärverwaltung „korrigierte“ 1689 durch einen nächtlichen Brand das Stadtbild im westlichen, mit zahlreichen Fachwerkhäusern bebauten Teil der Stadt. Die neue Festung mit 2278 m langem Hauptwall war militärisch hochmodern, wurde aber bei Belagerungen immer wieder eingenommen. Im 18. und 19. Jh. wurde die Festung durch neue Werke und Kasernen baulich verbessert. Erhalten sind von der Festung des 17.Jh. die Stadttore, Teile des Schleusensystems und der "Roten Kaserne", die Lunette 41 und das Fort. 1831 wurde Landau zur Sicherung gegen Frankreich als Bundesfestung eingegliedert. Das Quartier Chopin (19. Jh.) blieb erhalten. Nach Schleifung der Festung ab 1873 entstand anstelle der Wallanlagen die Ringstraßenarchitektur.


6 - Schloss- und Festungsruine Hardenburg

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In Bad Dürkheim, über dem Tal der Isenach, befindet sich die Hardenburg, eine der einst mächtigsten Burgen der Pfalz. Die Anlage gilt als Musterbeispiel eines befestigten Schlosses, einer Mischung aus Festung und Schloss. Anfang des 13. Jh. als noch bescheidene Höhenburg errichtet, wurde die Hardenburg im 16. Jh. zur wehrhaften Renaissance-Residenz ausgebaut. Mächtige Mauern und Bollwerke, Geschütztürme, Tore, Wehrgänge und Katakomben zeugen noch heute vom stark festungsähnlichen Charakter.
Eine Dauerausstellung informiert über die Geschichte der Hardenburg und ihrer Herrscher. Tauchen Sie ein in die Blütezeit von Schloss Hardenburg - eine spannende Multimedia-Führung macht es möglich. Erleben Sie das sanierte Tor-Rondell und flanieren Sie wie einstige Schlossherren durch den Schlossgarten.


7 - Queichlinie

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Die Queichlinien wurden als Feldbefestigungen im Österreichischen Erbfolgekrieg ab 1743 von Annweiler über Landau bis zum Rhein erbaut. Östlich von Queichheim wurde die Queich 1744/45 vollständig umgeleitet. Für großflächige Überschwemmungen wurden ca. 30 Dämme mit vorgelagerten Schanzen errichtet. Die Linien wurden von französischen Militäringenieuren (u.a. Cormontaigne) geplant. Mit Beginn der Revolutionskriege 1792 wurden die Umwallungen von Offenbach, Ottersheim und Bellheim mit Schanzen verstärkt und in Hördt eine Redoute erbaut, deren Graben noch heute die Umrisse der Anlage zeigt. Als das linke Rheinufer Teil Frankreichs geworden war, verloren die Queichlinien ihre militärische Bedeutung.

8 - Eppinger Linien

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Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, wegen seiner Erfolge gegen die Türken „Türkenlouis“ genannt, ließ zwischen Schwarz- und Odenwald von 1695 - 1697 in Fronarbeit eine 86 km lange Verteidigungsanlage mit Wall, Graben, Verhack und Palisaden errichten – die Eppinger Linien. Folgen Sie im Naturpark Stromberg-Heuchelberg dem Verlauf des Wall-Graben-Systems von Eppingen bis Mühlacker auf dem kulturhistorischen Qualitätswanderweg Eppinger-Linien-Weg durch die abwechslungsreiche Landschaft. Teile der Eppinger Linien wie hölzerne Wachtürme (Chartaquen) wurden rekonstruiert. Wo der Stromberg einst militärstrategischen Zwecken diente, erfreuen heute herrliche Ausblicke. Neun Großplastiken des Gemminger Künstlers Hinrich Zürn stellen die Geschichte der Eppinger Linien vor, die Auswirkungen der historischen Kriegsgeschehnisse auf die Bevölkerung der Region und die heutige Situation im vereinten Europa.

9 - Weißenburger Linie oder Lauter Linie

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Um sein Hoheitsgebiet zu verteidigen, ließ Ludwig XIV. 1706 die Lauter-Linien anlegen. Es handelte sich um einen mehrere Meter hohen Erdwall, ergänzt durch einen Graben, fünfzig Vorwerke und Dämme zur Überflutung des Bienwalds. Diese Verteidigungslinien verliefen etwa zwanzig Kilometer entlang der Lauter zwischen Wissembourg und Lauterbourg. Sie wurden noch während der Revolutionskriege genutzt.

10 - Ettlinger Linien

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Die Ettlinger Linien wurden 1707 im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1713/14) errichtet und sollten die Franzosen auf rechtsrheinischem Gebiet aufhalten. 1733 und 1738 wurde sie weiter verstärkt und ausgebaut. Sie bestanden aus 5 m tiefen Gräben mit Holzverhau und meterhohen Erdwällen mit Palisaden (Eichenpfähle). Die Ettlinger Linien verliefen vom Rhein, nördlich von Karlsruhe bis Dobel und ins Eyachtal, mit Anschluss an die Eppinger Linie und die Schwarzwaldlinie. Die Ettlinger Linien waren Teil des komplexen Verteidigung-Systems, das sich von Neckargmünd bis zum Hochrhein erstreckte. Etwa 100 m vor den Linien standen in regelmäßigen Abständen 10 m hohe Wachtürme, sogenannte Chartaques. Nachbauten solcher hölzener Wachtürme sind bei Eppingen und Mühlacker zu begehen und auf der Waldschanz südlich von Niefern-Öschelborn. Relikte der Verteidigungslinie wie Gräben und Hügel können auf dem 11 km langen Weg mit Info-Tafeln im Hardtwald (Rheinstetten) und im Wald zwischen Ettlingenweier und Spessart entdeckt und bewundert werden.

11 - Festung Germersheim

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Die imposante Festungsstadt Germersheim wurde von 1834 bis 1861 im Auftrag des bayerischen Königs Ludwig I. als "Bollwerk gegen Frankreich" erbaut. Die größte bayerische Festung außerhalb Bayerns erstrahlt aber auch heute noch in vollem Glanz.
Entdecken Sie mit FORTE CULTURA® das vielfältige und spannende touristische Angebot in der Festungsstadt Germersheim mit szenischen Stadtführungen, Kutschfahrten, Festungsweinproben, Rad- und Segwaytouren und vielem mehr...

12 - Bundesfestung Rastatt

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Am 15.November 1842 begann der Bau der Bundesfestung Rastatt. Die Anlage der Bundesfestung gliederte sich in drei Forts: die Leopoldsfeste, die Friedrichsfeste und die Ludwigsfeste. Nur wenige Bauten aus der Rastatter Festungszeit von 1842 bis 1890 sind heute noch erhalten. Wälle und Gräben wurden vielfach eingeebnet, andere Vorwerke geschleift und deren Steinmaterial zum Bau von Bürgerhäusern verwendet. Bis heute erhalten blieben das Karlsruher Tor, das Kehler Tor, das Garnisonslazarett, das Körnermagazin und die Lünette 42. Heute sind für Besucher die unterirdischen Wehrgänge der Bastion 27 am Karlsruher Tor sowie die Kasematten am Südring, die ehem. Contreescarpegalerie, zu besichtigen.

13 - Le Fort PODBIELSKI – DUCROT

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Das Fort Podbielski ist das "jüngste" der 14 Forts im Straßburger Festungsgürtel. Es entstand 1879 - 1882 auf den Höhen des Dorfes Mundolsheim und wurde bis 1893 mehrfach umgebaut. Nach 1911 wurde es durch zwei kanonenbestückte Kasematten (Ost und West) verstärkt. Ende des 1.Weltkriegs wurde es zum Fort Ducrot. 1936 wurde die Fassade zur Integration in die Maginot-Linie als Kommandoposten mit einem dicken Stahlbetonschild bedeckt. Nach dem 2.Weltkrieg wurde das Fort vom Staat aufgegeben. In den 90er Jahren kaufte es die Gemeinde, um es zu sichern. Der Verein "Freunde von Fort Ducrot" wurde 2010 gegründet und begann die Rekonstruktionsarbeiten mit Unterstützung der Gemeinde. Nach 10 Jahren Arbeit und 45.000 Stunden Freiwilligenarbeit sieht das Fort wieder großartig aus.

14 - Ligne Maginot - Casemate Rieffel

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Die 1930 erbaute Kasematte Oberroedern-Sud ist Teil der Hauptwiderstandslinie der Maginot-Linie. Sie wurde von Leutnant RIEFFEL befehligt. Als eine der ersten Kasematten weist sie einige Besonderheiten auf. Sie besteht aus 2 Ebenen und 1 Wachglocke, 2 Schießkammern, einem Raum für die Soldaten und einem Raum für den Generator. Im Juni 1940 wurde sie bombardiert und angegriffen, als die Wehrmacht versuchte, die Maginot-Linie in Oberroedern zu durchbrechen. Die Restaurierung begann 2001 mit der Gründung des Vereins ALMO. Seit 2008 für die Öffentlichkeit zugänglich und neu ausgestattet können Besucher hier die Atmosphäre französischer Soldaten von 1940 wieder entdecken.

15 - Ligne Maginot “le Four-à-Chaux” à Lembach

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Die Kasematten der Maginot-Linie sind Teil der Landschaft des nördlichen Elsass. Das Werk Four-à-Chaux in Lembach wurde 1930 - 1935 zur Verteidigung der deutsch-französischen Grenze im 2. Weltkrieg aus Beton und Stahl errichtet. Als einer der Hauptstandorte der Verteidigungslinie wurden die Kasematten mit einem im Elsass einzigartigen elektrischen Schrägaufzug ausgestattet. Perfekt erhalten, enthält es noch viele historische Geräte. Durch ehrenamtliche Guides geführt, entdecken Besucher in bis zu 30 m Tiefe die Kaserne, in der 580 Mann Besatzung lebten, die Küche, die Schlafsäle, das Krankenhaus, die Offiziersunterkünfte und den zentralen Kommandoposten. In den Kampfblöcken demonstriert der Gästeführer die Funktionsweise des Artillerie-Turms. Maschinenraum, Mehrzweckraum und ein Museum sind zu entdecken. Das Leben im Maginot-Werk und die Funktionsweise dieser Verteidigungslinie des 2.Weltkriegs wird anschaulich vermittelt.

16 - Ligne Maginot - Fort de Schoenenbourg à Hunspach

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Das Artillerie-Fort Schoenenbourg ist die größte Festung der Maginot-Linie, die im Elsass besichtigt werden kann. Es ist vollständig und authentisch mit allen Elementen ausgestattet und auf 3 km der unterirdischen Route, 30 m unter der Erde und dem 2,5 km Outdoor-Entdeckungspfad zu erkunden. Das Fort Schoenenbourg wurde zum Bindeglied zwischen Völkern und wird von der Vereinigung der Freunde der Maginot-Linie des Elsass (AALMA) gepflegt und verwaltet. 1931 - 1935 auf dem neuesten Stand der Technik von 200 Zivilarbeitern erbaut, fasste es 630 Mann Besatzung. 1939/40 wurde es von Luftwaffe und schwerer Artillerie der Wehrmacht bombardiert. 1940 trafen Fort Schoenenbourg mehr als 3.000 deutsche Bomben und Granaten. Es blieb einsatzbereit. Die Kanonen der Festung revanchierten sich mit fast 17.000 Kanonenschüssen. Angegriffen, aber ungeschlagen, legte die Besatzung von Fort Schoenenbourg erst sechs Tage nach Inkrafttreten des Waffenstillstands im Juni 1940 auf formellen Befehl des französischen Oberkommandos ihre Waffen nieder.

17 - Ligne Maginot - Casematte “Esch”

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Die Kasematte Esch befindet sich nahe Hatten, rund 13 km südöstlich des Fort Schoenenbourg. Als Kasematte ist sie ein selbstständiges Verteidigungswerk der Maginot Linie. 1930 – 1931. Sie bot Platz für 24 Mann Besatzung und war mit Schießscharten für MG und Panzerabwehrkanonen zur Nahfeld-Verteidigung ausgestattet. Die Kasematte steht in den Sommermonaten Besuchern offen. Besichtigt werden können die Außenanlagen, die einen guten Einblick in die Verteidigungsstrategie der Maginot-Linie geben. Ein Museum informiert über die damalige Waffentechnologie und die Schlachten von 1940 zwischen Deutschen und Franzosen sowie 1944/45 zwischen Amerikanern und Deutschen. Der Verein Association des Amis de la Ligne Maginot D'Alsace AALMA bietet regelmäßige Führungen durch Fort Schoenenbourg und die Kasematte Esch an.

18 - Bunkermuseum in Dettenheim-Rußheim

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Der Bunker gehört zur seltenen Gattung von Sanitätsunterständen, d.h. hier sollten im Ernstfall verletzte Soldaten versorgt werden bis sie in die Lazarette abtransportiert werden konnten. Seine Bezeichnung lautet Regelbau 32 (kurz R32). Insgesamt wurde dieser Regelbautyp nur 81 mal im Westwall gebaut. Er ist das einzige erhaltene R 32 in Baden-Württemberg. Mit einer Decken- und Wandstärke von 2 m und den typischen gerundeten Deckenkanten gehört diese Anlage zu den im Winter 1938/39 angefangenen Bunkern der Oberrheinstellung, errichtet durch den Reichsarbeitsdienst. Später wurde er als Luftschutzbunker für die Zivilbevölkerung genutzt. Im Bunker wird eine Ausstellung mit zivilen und militärischen Gegenständen aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 gezeigt.

19 - Westwallmuseum Bad Bergzabern

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Die letzten 3 erhaltenen Bunkern des Westwalls der Südpfalz sind inzwischen Flächen- und Streckendenkmal der NS-Zeit. Bunker und Museumsgelände sind Eigentum der Stadt Bad Bergzabern und werden durch ehrenamtliche Freiwillige betrieben. Der Primärzweck des Westwalls war, die westlichen Demokratien, propagandistisch und praktisch davon abzuhalten die hitlerschen Angriffskriege nach Osten zu beeinflussen. Bunker 2 informiert über den Zusammenhang zwischen dem Bau des Westwalles, der Enteignung und teilweisen Zwangsvertreibung der Bewohner des Grenzstreifens, der Militarisierung breiter Bevölkerungsschichten bis hin zur Errichtung des Sonderlagers Hinzert für nicht "Kooperative Westwall Arbeiter".

20 - Westwall-Wanderwege Bad Bergzaberner Land und Schaidt

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Der Westwall: 620 Kilometer Festungslinie erstreckte sich ab 1936 an der deutschen Westgrenze zwischen Wesel und Basel. Tausende Bunker, Gräben, Höckerlinien und Minenfelder sollten dem Feind das Eindringen ins Reich unmöglich machen. Aus Feinden sind heute Nachbarn geworden und die Natur hat ihr Terrain zurückerobert. Erfahren Sie, was der Bau und der Niedergang des Westwalls für die Menschen, ob Soldaten oder Zivilbevölkerung in unserer Region, für die Natur mit ihrer Pflanzen- und Tierwelt bedeutete.
WestWallWeg Bad Bergzaberner Land Folgen Sie dem „Otterbachabschnitt“, Bunker-Überresten und Höckerlinien, einem der am stärksten befestigten Abschnitte des Westwalls. Der WestWallWeg führt Sie entlang des Westwall mitten durch die malerische Natur.
Zwei kürzere Teilsegmente im Bereich der Dörfer Niederotterbach und Steinfeld und ein ca. 12 km langer Abschnitt um Oberotterbach, eignen sich bestens zum Wandern und Radfahren.
WestWallWeg Schaidt Verbinden Sie zeitgeschichtliche Information mit einem unvergesslichen Naturerlebnis auf dem Westwall-Wanderweg Schaidt zwischen Bienwald und der Grenze zum benachbarten Elsass. Auf dem kleinen und dem großen Rundwanderweg sehen Sie bemerkenswerte Relikte der Befestigungsanlagen, wassergefüllte Panzergräben, Höckerlinien, Schützenstände und Bunkerruinen, heute wertvolle Lebensräume für Wildkatzen, Fledermäuse, Eidechsen und anderes Höhlengetier. Übersichtstafeln mit zahlreichen Bildern und umfassenden Informationen bereichern Ihren Streifzug durch die Geschichte, wie Reste des ehemaligen B-Werks „Kiefernwald“, Turkogräber“, Bismarckeiche, Bildeiche Start/Ende: Wanderbahnhof Schaidt (großer Parkplatz)

21 - Westwallbunker Rastatt

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Der Westwallbunker an der Kehlerstraße ist nicht der größte, aber der meistgebaute (Regelbau 10/ befestigter Schutzraum für 15 Soldaten) und unzerstört. Mit meterdicken Mauern und zentnerschweren Eisentüren, geduckt in einer Erdmulde. So präsentiert sich der letzten intakte Westwallbunker in Rastatt. Er ist ganz anders als die Bunker der französischen Maginotlinie in ihren gewaltigen Ausmaßen. Von den Franzosen übernommen, diente er nach dem Kriege u.a. als Gefängnis, entkam der obligaten Sprengung und vermüllte später zusehends. Nach Abzug der Franzosen übernahm der Historische Verein Rastatt den Bunker und restaurierte ihn. Führungen durch den Verein werden zu festen Terminen oder nach Vereinbarung angeboten.

22 - Tarnbunker Kehl-Neumühl

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Einige Westwall-Bunker erhielten zur Tarnung Aufbauten und Bemalungen, die sie wie Häuser aussehen ließen. Dazu gehört auch der „Tarnbunker“ in Kehl-Neumühl. 1938 als Regelbau 10a errichtet, wurde er 1939 mit einem Dachgeschoss ausgestattet, das ab diesem Zeitpunkt bewohnt war. Dieser Tarnaufbau wurde 2007 trotz der Denkmaleigenschaft des Bauwerks abgebrochen. Von 2012 bis 2015 wurde die Betonfüllung, die den Bunker 1947 anstelle einer Sprengung unbrauchbar gemacht hatte, in mühevoller Kleinarbeit entfernt. Seit 2017 wird das Bauwerk vom Förderverein „Tarnbunker Neumühl“ betreut, der sich das Ziel gesetzt hat, den ursprünglichen Tarnaufbau wieder zu errichten. Ein Besuch des „Tarnbunkers“ kann mit Besuchen der älteren, um Kehl und Straßburg errichteten Festungsgenerationen des französischen Königreichs (Vauban), des Deutschen Bundes, des deutschen Kaiserreichs und der französischen Maginot-Linie ergänzt werden.

23 - Hornisgrinde-Bunker

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Hornisgrinde-Bunker - 60 Jahre militärisches Sperrgebiet 1939-1999. Die Hornisgrinde ist der höchste Berg im Nordschwarzwald mit Aussichten bis weit in die Vogesen, die Alpen und die Schwäbische Alb. und war bis 1999 militärischer Sperrbereich. Spuren dieser Vergangenheit finden sich überall auf dem gesamten Bergplateau und bergen einige Überraschungen. Mit zertifizierten Gästeführern erhalten Interessierte Einblicke in die 60jährige Wehrgeschichte des Berges. Während der Führung schlüpfen Sie durch einen versteckten Eingang in den Hornisgrinde-Bunker, dem einzigen erhaltenen Bunker aus der Zeit des Kalten Krieges und erfahren spannende Details über Herkunft und Zweck. Wieder an der Oberfläche genießen Sie die einmalige Sicht von der Gipfelhochfläche mit ihrem Hochmoor und dessen besonderen Pflanzen- und Tierwelt. Die Flugabwehrstellung von 1939 und weitere Hinterlassenschaften der Militärzeit sind zu entdecken.

24 - Museumsbunker Emilie - Neuried Altenheim

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Der Museumsbunker Emilie ist einer der wenigen erhalten Bauten des Westwalls, der sich von Kleve bis nach Basel mit seinen ca. 18.000 Bunkeranlagen zog. Namensgeberin des Bunkers war Emilie H., die schon während der Kriegszeit im Tarngebäude über dem Bunker wohnte und noch bis in die frühen 80er Jahre bis zu ihrem Tod dort lebte. Seit 2009 beherbergt der Regelbau 11 ein Museum, welches zunächst aus privaten Mitteln finanziert wurde. Im Jahr 2017 wurde der Verein „Museumsbunker Emile e.V.“ gegründet, welcher sich nun um den Erhalt des Bunkers kümmert. „Emile“ ist auf Anfrage zu besichtigen.

25 - NATO-Bunker St.Martin

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Die Fernmeldeanlagen des „Kalten Krieges“ dienten dem Betrieb eines sicheren, unabhängigen, militärischen Kommunikationsnetzes. 27 GSVBw Knotenpunkte ( Grundnetz,-Schalt und Vermittlungsstellen) waren über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Eine Sonderbauform waren GSVBw 47 Niederbrombach und GSVBw 44 St. Martin. Die Fernmeldebetriebsräume wurden in einem Stollensystem verbaut und als unterirdische GSVBw bezeichnet. Die Anlage St. Martin umfaßt 3000 m². Betriebsräume waren in Längsstollen (120 m) und Querstollen (72 m) mit 6 m Höhe angeordnet werden. Der Verbindungsgang zwischen Haupt- und Notausgang beträgt 480 m. Eine Besonderheit ist der Wasserstollen, der eine unabhängige Versorgung von Personal und Technik sicherstellen sollte. Während die GSVBw 47 in Niederbrombach mit der Fernmeldetechnik und Raum für 50 – 60 Mann ausgestattet wurde und in Betrieb ging, blieb St. Martin ein Rohbau. Ausbaumaßnahmen wurden 1972 eingestellt. Die Anlage St. Martin wurde 1997 von der Gemeinde erworben.

26 - Wehrgeschichtliches Museum Rastatt

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Das Wehrgeschichtliche Museum Rastatt gehört zu den bedeutenden militärhistorischen Museen im deutschen Sprachraum. Die Grenzlage zu Frankreich stellte Rastatt häufig in den Brennpunkt europäisch-deutscher Politik und kriegerischer Konflikte. Das 1934 gegründete Museum ist seit 1956 im Rastatter Schloss beheimatet. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis von Staat, Gesellschaft und Militär im Zeitraum des ausgehenden Mittelalters bis Ende des 1. Weltkriegs. Bestaunen Sie ein Großdiorama zur "Schlacht von Slankamen" (1691) mit 5.000 Zinnfiguren, ein Reliefmodell der Bundesfestung Rastatt (1860) und Artilleriemodelle von 1820 - 1860. Für 2021 sind Ausstellungen zum Festungswesen, zu Stiftungen und Neuzugängen im Museum geplant.

27 - Musée de l’Abri à Hatten

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Der Großunterstand „ABRI“ von Hatten liegt ca. 50 km von Straßburg und 40 km von Karlsruhe entfernt. Insgesamt entstanden im Gebiet von Hatten 19 Festungswerke der Maginot Linie. Mit einer Kapazität für 220 Mann Besatzung war „ABRI“ das größte. Der Bunker wurde ab 1930 erbaut mit allen notwendigen Ausstattungen zur Unterbringung und Versorgung eine Kompanie in Kriegsfall. Der Großunterstand wurde von den französischen Truppen von 1936 bis Juli 1940 besetzt. Insgesamt 28 Räume inklusive Schlafräume, Küche, WC, Brunnen, Krankenstation, Heizraum, Maschinenraum, Entlüftungsanlangen (Filterraum gegen Gas) und Nahverteidigungs-Vorrichtungen wurden restauriert und können heute im Museum besichtigt werden. Das Museum ist der Erinnerung an alle Opfer von 1939-1945 gewidmet.

28 - 2MCLADN Museum Walbourg 1870->1945

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Seit Mai 2020 ist das Musée Mémorial des Combats et de la Libération en Alsace du Nord (Musée 2 MCLADN) im nordelsässischen Walbourg geöffnet. Die ehemalige Klosteranlage beherbergt heute eine Schule, bekannt auch als Grabanlage der Eltern des Kaisers Barbarossa. Das Museum ist dem Nordelsass von 1870 bis 1945 gewidmet. Auf über 460 m² Ausstellungsfläche wird mit 3.500 Gegenständen diese wechselvolle Zeit dargestellt. Die Dioramen sprechen für sich. Dargestellt wird eine Schulklasse im zu „re-germanisierenden“ Elsass ab 1940 sowie die Musterung eines jungen „Malgré-Nous“(Zwangsrekrutierten). Alles endet im Schrecken des Januar 1945, als das Unternehmen NORDWIND das Nordelsass noch einmal mit Krieg überzog. Gerüche und Geräusche ergänzen die Dioramen und sprechen alle Sinne an. Die Bibliothek macht mit 69 Filmen Geschichte nicht nur lesbar, sondern auch sichtbar.

29 - TERRITOIRE 1870

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TERRITOIRE 1870 fördert und koordiniert Veranstaltungen zum Gedenken an die Ereignisse von 1870 im nördlichen Elsass und im Pays de Bitche. Die 9 Orte Bitche, Froeschwiller, Gundershoffen, Morsbronn-les-Bains, Niederbronn-les-Bains, Reichshoffen, Soultz-sous-Forêts, Wissembourg und Wœrth nehmen teil. Geplant wurden die zahlreichen Veranstaltungen ursprünglich für 2020 und laufen bis Oktober 2021. Trotz Pandemie konnte TERRITOIRE 1870 im Sommer und Herbst 2020 eine Reihe von Veranstaltungen organisieren, um an den 150. Jahrestag der Ereignisse von 1870 zu erinnern. Großveranstaltungen, insbesondere große Shows wurden auf 2021 verschoben. Für 2021 werden beginnend ab Juli mehr als 50 Events, wie Gedenkfeiern, Rekonstruktionen, Ausstellungen, Konferenzen, Konzerte und geplant.

30 - Musée de la Bataille du 6 Août 1870

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Am Morgen des 6. August 1870 begann die Schlacht bei von Woerth, Gunstett und Morsbronn. Die Streitkräfte sind ungleich:126.000 Mann und 300 Artilleriegeschütze auf deutscher Seite gegen 46.000 Mann und 120 Kanonen der schlecht vorbereiteten Franzosen. Trotz heldenhafter Verteidigung unterlagen die Franzosen. Am Ende liegen 20.000 tote oder verwundete Soldaten auf dem Schlachtfeld. Beim Rückzug sendet Mac Mahon Napoleon III. ein Telegramm, kündigt die Niederlage an und tauft die "Schlacht von Reichshoffen". Das Museum im Renaissance-Schloss von Woerth informiert über diesen schmerzhaften Teil der Geschichte.

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